Spielorte

 

Der westfälische Hellweg ist eine über 5000 Jahre alte, aus vorrömisch-germanischer Zeit stammende Königs- und Heerstraße, die im Mittelalter als wichtige Durchgangsstraße für den Fernhandel unter anderem mit Salz und Eisenwaren eine wesentliche Bedeutung erlangte. Der Hellweg reicht von Duisburg nach Paderborn, dazwischen liegen Städte wie Dortmund und Soest, Unna und Werl, aber auch Geseke und Bergkamen. Die heutige Bundesstraße 1 entspricht über weite Strecken exakt dem Verlauf des alten Hellwegs.

In dieser Region findet mit dem Celloherbst das größte Musikfestival des östlichen Ruhrgebietes statt. Die Veranstaltungsorte des Festivals sind entsprechend der entwicklungsgeschichtlichen Bedeutung des Hellwegs für Wirtschaft, Industrie und Kultur sehr vielfältig. Ob Cello in alten und neuen Industrie- und Handelsstätten, in Museen und im Lichtkunstzentrum, in Kirchen, Schlössern und Herrenhäusern, die Vielseitigkeit des Festivals zeigt sich nicht nur in seiner musikalischen Bandbreite, sondern auch in seinem umfassenden und spannenden regionalen Spektrum.

Kunstmuseum | Ahlen

Seit seiner Gründung 1993 zeigt das Kunstmuseum Ahlen Werke der Klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst in jährlich bis zu fünf Wechselausstellungen. Es präsentiert sich in einem einzigartigen Gebäude-Ensemble dreier Architektur-Epochen, das in seiner Verbindung von Alt und Neu die Programmatik des Museums widerspiegelt. Zum 20jährigen Bestehen hat das Kunstmuseum Ahlen im Rahmen des Kulturprojektes HELLWEG – ein LICHTWEG eine spektakuläre ortsspezifische Lichtkunstinstallation des isländischen Künstlers Egill Björnsson eingerichtet. Die Video-Projektion auf das Dach des Kunstmuseums läuft täglich mit Einbruch der Dunkelheit für einige Stunden und ist eine der ersten permanenten Video-Projektion im Außenraum überhaupt.

Galerie “sohle 1” | Bergkamen

Mit der Galerie ,, sohle 1“ besitzt Bergkamen die älteste kommunale Galerie der Bundesrepublik. Die Galerie wurde 1970 im Keller eines ehemaligen Zechenhauses in Bergkamen-Mitte eröffnet. Es entstand ein Ort, an dem sich ein zumeist kunstfernes Publikum über die Kunst der Gegenwart informieren und sich oftmals an ihr reiben konnte. Die durchweg hohe Qualität von über 300 Ausstellungen seit ihrer Gründung machte ,, sohle 1“ in der deutschen Kunstlandschaft zu einer erstklassigen Adresse und Bergkamen zu einem wichtigen Kunstort. So entstand im Laufe der Jahre eine Kunstszene, deren Vertreter weithin auf sich aufmerksam machten. Heute ist die Galerie ,,sohle 1“ mit dem Bergkamener Stadtmuseum in einem ehemaligen Verwaltungsgebäude in Bergkamen-Oberaden beheimatet, ihrem Ziel, zeitgenössische Kunst an ein möglichst breites Publikum zu vermitteln, ist sie bis heute treu geblieben.

Kunstmuseum | Bochum

Das Museum Bochum – Kunstsammlung (auch Kunstmuseum Bochum genannt) wurde 1960 in der Villa Marckhoff-Rosenstein eröffnet und durch einen Neubau der dänischen Architekten Jørgen Bo und Vilhelm Wohlert im Jahre 1983 erweitert. Die Sammlung umfasst Kunstwerke aus dem 20. Jahrhundert, unter anderem von Francis Bacon oder Roberto Matta. Die Doppelvilla Marckhoff-Rosenstein wurde 1900 im Stil des Historismus erbaut und lange Zeit von den einflussreichen Familien Rosenstein und Marckhoff bewohnt. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt die Villa starke Schäden, wurde aber schon bald instandgesetzt. Um 1960 wurde das Gebäude von der Stadt erworben. Seit März 2014 werden das Museum und die Villa in der Route der Industriekultur, Themenroute Bochum aufgelistet.

Atlas | Dortmund-Wickede

Die Atlas-Schuhfabrik gehört zu den führenden Herstellern von Sicherheitsschuhen in Europa. Am modernen Produktionsstandort in Dortmund werden jährlich 2,1 Mio Paar Sicherheitsschuhe gefertigt. Hier sind 1.450 Mitarbeiter beschäftigt. Ein modernes Logistikzentrum sichert den schnellstmöglichen Zugriff auf alle Produkte. Der Bestand liegt bei über 500.000 Lagerartikeln, die bestellten Produkte können innerhalb von 24 Stunden ausgeliefert werden.

Museum für Kunst und Kulturgeschichte | Dortmund

Das älteste Museum seiner Art im Ruhrgebiet präsentiert sich in einem historischen Gebäude als gelungene Komposition aus Kunst- und Geschichtsmuseum. Es zeigt Kulturgeschichte im Zeitraffer: von der Antike bis zum modernen Design. Auch das Museum selbst ist Geschichte – Architekturgeschichte. Der attraktive Art-Déco-Bau wurde 1924 als Städtische Sparkasse errichtet, in den frühen 80er Jahren zum Museum umgebaut und Ende der 90er neu strukturiert. Das imposante Gebäude im Zentrum der City, direkt am Hauptbahnhof, hat das Museum stilvoll aufgenommen. Seit 1883 wird gesammelt – Kostbares, Seltenes, Typisches, Alltägliches. Eine wunderbare Möglichkeit, mit wenigen Schritten Jahrhunderte zu durchschreiten.

Orchesterzentrum NRW | Dortmund

Das Orchesterzentrum NRW in Dortmund ist eine gemeinsame Einrichtung der vier staatlichen Musikhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Detmold, Düsseldorf, Essen und Köln) und europaweit die erste hochschulübergreifende Ausbildungsstätte für künftige Orchestermusiker. Um eine enge Anbindung an die Orchesterszene zu schaffen, unterrichten hier ständig wechselnde Konzertmeister, Stimmführer und Solospieler aus deutschen und europäischen Orchestern. Außerdem werden die Studierenden regelmäßig in Orchesterprojekte eingebunden. Seit 2009 ist das Orchesterzentrum NRW in einem eigens errichteten Gebäude in der Dortmund Innenstadt  mit unmittelbarer Nachbarschaft zum Konzerthaus Dortmund beheimatet. Das Gebäude verfügt nicht nur über akustisch hervorragende Unterrichts- und Übe-Räume, sondern auch über einen Kammermusiksaal mit 354 Plätzen.

Rathaus | Ense

Die Gemeinde Ense entstand am 1. Juli 1969 aufgrund der kommunalen Neuordnung. Sie liegt oberhalb des RuhrtalRadwegs.Das Rathaus befindet sich im Orteil Bremen und ist der Verwaltungssitz der Gemeinde Ense. Es steht allen Bürgerinnen und Bürgern zu den genannten Öffnungszeiten offen. Ausreichende Parkplätze stehen direkt am Rathaus zur Verfügung.

Kulturschmiede | Fröndenberg

Die Kulturschmiede in Fröndenberg ist einer der drei Bestandteile des Kulturzentrums Ruhraue und gibt heute zahlreichen kulturellen Veranstaltungen der Extraklasse einen stilvollen, historischen und zugleich modernen Rahmen. In Verbindung mit dem Kettenschmiedemuseum und dem angrenzenden Landschaftspark ergibt sich hier ein einzigartiger Dreiklang aus Technik, Landschaft und Kultur.Der Eindruck des Gebäudes wird dabei vom Kontrast der historischen Ziegelmauer mit den modernen Glas- und Aluminiumkonstruktionen geprägt, wodurch ein ganz besonderes Flair entsteht.

Stiftssaal | Fröndenberg

 

Der Stiftssaal ist ein Konzertsaal im historischen Stiftsgebäude von Fröndenberg.Das Fröndenberger Stiftsgebäude am Kirchplatz wurde nach den Wirren des 30jährigen Krieges östlich der historischen Kloster- und Stiftskirche aus dem Privatvermögen der reformierten Äbtissin Ida v. Plettenberg-Lenhausen (etwa 1603-1671) als repräsentatives Abteigebäude des freiweltlich-adeligen Damenstifts erbaut.Ida v. Plettenberg stand dem Konvent seit 1653 vor und verstarb im Juni 1671. Laut Inschrift an einem Querbalken der südlichen Giebelfront war der Bau 1661 vollendet.

Rittergut Störmede | Geseke

Das Rittergut Störmede in Geseke blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück.Bereits 826 wurde das Schloss urkundlich erwähnt und geht möglicherweise auf eine frühmittelalterliche Turmhügelburg zurück. Die Burg am Hellweg erschien den Kölner Erzbischöfen, die insbesondere um Soest einen Herrschaftsschwerpunkt in Westfalen hatten, so bedeutend, dass sie zumindest Teile davon erwarben. Nach einer Zerstörung der Burg im Jahr 1233 wurde das Rittergut vom Ahnherrn der Edelherrn zu Störmede neu erbaut, Brände und Zerfall verwandelten das Erscheinungsbild jedoch im weiteren Zeitverlauf. Seit 2010 befindet sich das Areal in Privatbesitz und nach dem jüngsten Wiederaufbau vereint die alte Burganlage Geschichte und Moderne in besonderer Weise. Das im großen, weiß getünchten Gewölbekeller modern eingerichtete Restaurant bietet ein regional einzigartiges Ambiente für kulinarische Genüsse. Für musikalische Ereignisse bietet der Kuppelsaal eine außerordentliche Atmosphäre und eine exzellente Akustik.

Emil Schumacher Museum | Hagen

Das Emil Schumacher Museum ist Teil des Kunstquartiers in Hagen und wurde 2009 im Vorfeld des Kulturhauptstadtjahres RUHR.2010 in einem eigens errichteten Neubau eröffnet. Das Haus ist dem Lebenswerk des Hagener Künstlers Emil Schumacher gewidmet, einem der bedeutendsten Vertreter expressiver Malerei in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auf drei Etagen und 1100 Quadratmetern wird die über 500 Exponate umfassende Sammlung des Museums mit Werken des Künstlers aus all seinen Schaffensperioden in wechselnden Präsentationen gezeigt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Konzerten, Kinovorführungen ergänzt das Angebot des Museums sowie das kulturelle Leben in Hagen und lockt Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Region an. Infos unter www.esmh.de.

Gustav-Lübcke-Museum | Hamm

Das Gustav-Lübcke-Museum in Hamm ist als 5-Sparten-Haus in Nordrhein-Westfalen einmalig. 1886 haben Hammer Bürger mit dem Sammeln begonnen: der Museumsverein sammelte Geschichtliches und Künstlerisches und wirkte auf die Einrichtung eines Museums in Hamm hin. Gleichzeitig steuerte der Mumienverein die ersten Ägyptiaca bei. 1917 hat Gustav-Lücke, geborener Hammenser und in Düsseldorf erfolgreicher Kunst- und Antiquitätensammler, seine umfangreiche Sammlung in das Städtische Museum eingebracht.Seit 1993 hat das Haus ein eigenes Museumsgebäude, errichtet von den erfahrenen Architekten Jørgen Bo und Vilhelm Wohler aus Dänemark.

Städtische Musikschule | Hamm

Die Städtische Musikschule Hamm wurde am 1. Februar 1940 gegründet und ist damit eine der ältesten Musikschulen Deutschlands. Mit mehr als 4000 Schülern und fast 100 Lehrkräften gehört sie zudem zu den größten Musikschulen der Bundesrepublik. In der Entwicklung der deutschen Musikschullandschaft hat die Städtische Musikschule Hamm immer wieder eine Vorbildfunktion übernommen. Für die Stadt Hamm ist die Städtische Musikschule von grundlegender kultureller Bedeutung. Die fortgeschritteneren der etwa 40 Ensembles werden von der Stadt Hamm immer wieder in offizielle Veranstaltungen eingebunden und entfalten teilweise weit über die Stadtgrenzen hinaus ihre musikalische Wirksamkeit. Der Neubau des Musikschulgebäudes Anfang der 70er Jahre war der erste Musikschulneubau in einer Mittelstadt. 2012 wurde das Gebäude der Musikschule zu einem dreistöckigen Komplex mit großer Probenbühne ausgebaut.

Alte Druckerei | Herne

In den Räumen der Alten Druckerei Herne gründete sich der Verein Literaturhaus Herne Ruhr, um Veranstaltungen von hohem kulturellen und literarischen Niveau zu etablieren. Längst ist dieser besondere Veranstaltungsort zu einem Treffpunkt nicht nur für Literaturliebhaber der Region geworden.

Ev. Kirche am Markt | Holzwickede

Die Bauernschaften der heutigen Gemeinde Holzwickede gehörten jahrhundertelang zum Kirchspiel Opherdicke und die Gemeindemitglieder mussten den langen und beschwerlichen Weg zur alten Opherdicker Kirche zurücklegen. Im Zuge der Industrialisierung verlagerte sich der Gemeindeschwerpunkt nach Holzwickede, wo 1892 ein Kirchbauverein gegründet wurde. 1905 konnte der Grundstein für die neue Kirche gelegt werden. Noch während der Bauzeit wurde die Evangelische Kirchengemeinde Holzwickede 1906 aus der Muttergemeinde Opherdicke ausgepfarrt und selbstständig. 1907 wurde die Kirche, die überwiegend von Holzwickeder Handwerker erbaut wurde, geweiht.

Haus Opherdicke | Holzwickede

Haus Opherdicke ist ein Wasserschloss und ehemaliges Rittergut im Holzwickeder Ortsteil Opherdicke und zählt zu den herausragendsten Baudenkmälern der Region. Erste Erwähnung findet das Gut im Jahre 1176. Von 1683 bis 1687 wurde die alte Wasserburg umgebaut und erhielt ihre heutige Gestalt. Im 18. und 19. Jahrhundert entstanden die Wirtschafts- und Nebengebäude, die noch heute in unveränderter Form den Innenhof begrenzen. Der Schlosspark wurde in Form eines englischen Gartens gestaltet. Der wunderschöne Spiegelsaal von Haus Opherdicke ist der perfekte Ort, um erlesene Kammerkonzerte zu genießen.

Galerie Zeitlos | Kamen

Die Galerie Zeitlos ist das Haus für zeitgenössische Kunst mitten in Kamen und hat sich zum Anlaufpunkt für Kunstfreunde im weiten Umkreis von Unna und Dortmund entwickelt. Kunst ist kein Privileg für wenige, sondern ein Angebot für alle”. Diese Worte von Mildred Scheel sind Richtschnur und Leitmotiv für die Galerie geworden. Und so finden in den hellen und lichten Räumen auch Konzerte statt, inmitten der ausgestellten Gemälde und Kunstwerke immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis.

Haus Heeren | Kamen

Haus Heeren, auch Schloss Heeren genannt, wurde 1606 von der Familie von Bodelschwingh/von der Recke-Heeren erbaut. Seit 1767 befindet es sich in Privatbesitz der Familie von Plettenberg-Heeren.Es ist ein frühbarockes Wasserschloss, dessen umgebende Gräfte noch heute Wasser führt. Als barocker Herrensitz des früheren Landadels präsentiert sich Haus Heeren mit Herrenhaus und Vorburg in einer seltenen architektonischen Geschlossenheit und in einem erfreulich guten Zustand.

Kreuzkirche | Schalksmühle

Inmitten des Schalkmühler Siedlungsgebietes Löh-Mathagen steht die Kreuzkirche Schalksmühle, von der man einen herrlichen Ausblick zu den Bergen und Tälern des Sauerlandes genießen kann. Das moderne Kirchengebäude wurde 1967 eingeweiht und bietet eine hervorragende Akustik. Die 12 Hellweger Cellisten sind hier seit 2006 regelmäßig gerne zu Gast.

St.-Viktor-Kirche | Schwerte

Die St.Viktor-Kirche in Schwerte ist neben dem benachbarten “Alten Rathaus” für die Stadt Schwerte ein Kulturerbe von sehr hohem Wert.Die ältesten Teile des bestehenden Bauwerkes stammen aus der Zeit um 1150 (Gründungen im Mittelschiff). Hundert Jahre vorher war hier die Tochterkirche des Xantener Viktorstifts errichtet worden, nachdem die Cappenberger Matrone Reinmod den Hof Schwerte 1032 dem Viktor-Stift zu Xanten am Niederrhein geschenkt hatte.Mit der endgültigen Übernahme der Stadt in die Grafschaft Mark im Jahre 1243 wurde die Stadtkirche als romanische Basilika ausgebaut. Der Marienstein im Gewölbe des nördlichen Querschiffes, die mächtigen Säulen und der runde Taufstein mit Blätterkreuz stammen aus dieser Zeit. Um 1310 wurde die Kirche mit dem kostbaren Kreuzigungsfresko in der Apsis des südlichen Seitenschiffes ausgemalt.

Haus Siekmann | Sendenhorst

Das von der Stadt Sendenhorst 1992 erworbene Anwesen, die ehemalige Hofstelle Schöckinghof, hat eine wechselvolle Geschichte vorzuweisen, die bis zur ersten urkundlichen Erwähnung im frühen 14. Jahrhundert zurückreicht. Zu den Besitzern gehörten u.a. die Adelsfamilie Schocke, münsteraner Domgeistliche, das Stift Freckenhorst und zuletzt die Familie Siekmann (seit 1921). Nach dem Erwerb durch die Stadt wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt und mit Mitteln des Landes NRW zu einem soziokulturellen Zentrum für kulturelle, soziale und berufliche Bildung umgestaltet. Seit 1995/1998 wird das Haus für Konzerte, Ausstellungen und Lesungen, für Kurse der VHS, als Jugendheim u.a.m. genutzt.

Ev. Krankenhaus – Kapelle | Unna

,, Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns, am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

Dieser Vers von Dietrich Bonhoeffer ist in der Kapelle des Evangelischen Krankenhauses in Unna zu lesen, die nicht nur für die Patienten und Angehörigen ein Platz der Ruhe, Andacht und Zuflucht sein soll, sondern auch ein stimmungsvoller Ort ist für Konzerte in kleinem Rahmen und besonnener Atmosphäre. Zu dieser Atmosphäre tragen wesentlich die 1967 von Wilhelm Buschulte gestalteten Kirchenfenster in der Kapelle bei. Buschulte (1923 – 2013) gehörte zu den bedeutendsten Unnaer Künstlern. Seine Kunst am Kirchenfenster ist nicht nur in seiner Heimatstadt, sondern europaweit bekannt. Tief verwurzelt im Glauben fand Wilhelm Buschulte in religiösen Themen das Hauptmotiv seiner Glaskunst.

Gelsenwasser | Unna

Die Gelsenwasser AG ist über 125 Jahre alt. Die Wurzeln des Unternehmens liegen im Wasser und im Ruhrgebiet. Mit der Industrialisierung wird das Ruhrgebiet zum ,,Kohlenpott“ – Bergbau und Menschen benötigen ab 1820 immer mehr Wasser. Damit beginnt die Gelsenwasser-Geschichte. Heute ist die Gelsenwasser AG außerdem im Gas- und Strommarkt sowie in der Abwasserentsorgung aktiv und engagiert sich im Umweltmanagement. Die Gelsenwasser AG in Unna stellt als einer der Kulturpartner immer gerne ihre Räumlichkeiten für Konzerte des Celloherbstes zur Verfügung.

Nicolaihaus | Unna

Mit seinen windschiefen Wänden und Fenstern wirkt das Nicolaihaus in der Altstadt von Unna, als würde es unter seiner eigenen Last zusammenbrechen. Dabei steht das kleine Fachwerkhaus – trotz Wind und Wetter – schon seit fast 300 Jahren an dieser Stelle. Sein Name stammt vom lutherischen Theologen und Kirchenlieddichter Philipp Nicolai, der während der Pestseuche von 1596 zum Stadtprediger von Unna berufen wurde. Das Gebäude befindet sich heute in der Obhut der Sybil-Westendorp-Stiftung und beherbergt zudem die Internationale Komponistinnen-Bibliothek.

Pestalozzi-Gymnasium | Unna

Das Gymnasium wurde 1908 in Unna gegründet und ist nach dem Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi benannt.Seit 1990 ist die Schule im Gebäude an der Morgenstraße 47 untergebracht. Das moderne Schulgebäude verfügt über rund 30 Klassenräume sowie über speziell ausgestattete Fachräume, beispielsweise für Musik, Naturwissenschaften und Informatik. Weiter gibt es eine Aula für Konzerte und Veranstaltungen, eine Bibliothek sowie eine Mensa.

St. Martin | Unna

Die junge Pfarrkirche St. Martin in Unna hat wie so viele Kirchen eine ,,Vorkirche“. Es handelt sich um die alte Holzkapelle der belgischen Besatzungsmacht, die nach Übernahme durch die 1958 neu gegründete Bundeswehr in die Obhut der katholischen Militärseelsorge kam. Seit 1960 hielten hier die Militärpfarrer regelmäßig Gottesdienste ab, zu denen auch Zivilpersonen zugelassen waren, was diese gerne und im Laufe der Zeit immer mehr nutzten, so dass der Bau einer neuen Kirche nötig wurde. Diese konnte im November 1968 geweiht werden. Das Äußere der Kirche wird durch Klinkersteine und Sichtbeton bestimmt, während der zunächst schmucklos wirkende Innenraum durch ein weißes, grafisch verziertes Lichtband Helligkeit erfährt. Ein in hellen Pastellfarben gemalter Fries auf Seiten der Orgelempore lässt den Raum einladend und freundlich wirken.

zib Zentrum für Information und Bildung | Unna

Mit dem Zentrum für Information und Bildung (zib) hat Unna 2004 ein Modellprojekt geschaffen, das über die Grenzen des Bundesgebietes hinaus als vorbildlich gilt und 2006 auf europäischer Ebene als best practice learning centre ausgezeichnet wurde. Es bietet durch den örtlichen Zusammenschluss der Einrichtungen Bibliothek, Lerntreff, Volkshochschule, Kulturbereich, i-Punkt, zib-Galerie, Stadtarchiv und MedienKunstRaumUnna einen inhaltlichen und organisatorischen Mehrwert. Unter dem Servicegedanken für das Publikum bietet das zib vielfältige Angebote aus einer Hand, die einen offenen Zugang zur (kulturellen) Bildung für alle fördern.Die Schwankhalle im zib bietet für Konzerte aufgrund ihrer außergewöhnlichen Architektur ein besonderes Ambiente.

Haus Kupferhammer | Warstein

„Haus Kupferhammer“ – jahrhundertelang Industriellenwohnsitz – nahm seinen Anfang mit der Umrüstung einer im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) verfallenen Nagelschmiede in einen Messinghammer. Niederländische Kaufleute errichteten hier gegenüber ihren Werkstätten ihr erstes Wohnhaus. Das heutige Aussehen von „Haus Kupferhammer“ geht im Wesentlichen auf den Neubau von Johann Theodor Möller in der Mitte des 18. Jahrhunderts zurück, einige Jahre später kamen Nord- und Südflügel hinzu. Seinen Namen verdankt „Haus Kupferhammer“ dem Gewerbe der Familie Möller, der Kupferverarbeitung.

St. Antonius | Wickede (Ruhr)

Die katholische Pfarrgemeinde St. Antonius in Wickede (Ruhr) ist eine Tochtergemeinde der St.- Agnes-Pfarrei in Bausenhagen. Der Grundstein der heutigen Kirche wurde 1861 gelegt und der Bau am 1.12.1862 vollendet. Es handelte sich um eine im romanischen Baustil gehaltene, dreischiffige Kirche mit flachen Holzdecken, welche aufgrund der stetig wachsenden Kirchengemeinde 1891 durch den Anbau einer Sakristei und 1939 durch eine Verbreiterung der Seitenschiffe erweitert wurde. In den 60er Jahren schließlich wurden die die Sicht in der Kirche behindernden Säulen und Pfeiler durch Stahlpfeiler ersetzt und die Kirchenfenster erneuert.