Sonntag, 18.11.2018 | 18 Uhr | Pestalozzi-Gymnasium | Unna
Pestalozzi-Gymnasium | Morgenstr. 47 | 59423 Unna
Karten: AK: 20€ / 15€, VK: 17€ / 12€
VVK: i-punkt Unna 02303-103777 und Hellwegticket 02921-31101 und zur Kartenbestellung hier: Ticket online kaufen
Kartenreservierung:
info@celloherbst.de
Veranstalter: 
Kulturkreis der Unnaer Wirtschaft e.V.

Aus der Ferne – Orient und Okzident

Anja Lechner, Violoncello & François Couturier, Klavier

Eine tiefe musikalische Affinität verbindet Anja Lechner und François Couturier. In ihrem Duo-Projekt spannen die deutsche Cellistin und der französische Pianist einen weiteren musikalischen Bogen, indem sie Stücke von G.I. Gurdjieff, Frederic Mompou und Anouar Brahem, aber auch eigene Kompositionen Couturiers spielen.

Neue Arrangements, freie Interpretation und Improvisation zeichnen ihre Ergründung eines Repertoires aus, das metaphorisch aber auch musikgeschichtlich beim Aufeinandertreffen von Orient und Okzident ansetzt.

Die Musik des Katalanen Mompou war immer wieder von französischem Impressionismus beeinflusst, sowie von Naturklängen und der mystischen Dichtung von San Juan de la Cruz. Der griechisch-armenische Philosoph und geistige Lehrer Gurdjieff komponierte Musik unter dem Einfluss seiner Reisen durch den Kaukasus und Kleinasien, indem er althergebrachtes Gedankengut in seinen Adaptionen weltlicher Musik und sakraler Tänze einfließen ließ. Anouar Brahem, Meister der tunesischen Oud-Tradition, schreibt Musik, die sowohl aus östlichen als auch westlichen Quellen schöpft.

Anja Lechner tritt als Solistin mit renommierten Orchestern auf, als Kammermusikerin und als Cellistin in Projekten, im Grenzbereich verschiedener Kulturen und Genres. Komponisten wie Tigran Mansurian, Valentin Silvestrov und Tõnu Kõrvitshaben für sie geschrieben. Seit 1998 arbeitet sie mit dem argentinischen Bandoneon-Meister Dino Saluzzizusammen.

Mit dem französischen Pianisten und Komponisten François Couturier und ihrem international erfolgreichen Programm „Moderato Cantabile“ bereiste sie ganz Europa, den Iran und die USA.

François Couturier hat lange Jahre mit Brahem gespielt und sich dabei tiefes Wissen über orientalische Melodik und arabische Rhythmik angeeignet. Und Anja Lechner hat sich noch viel intensiver in Gurdjieffs Klangwelt vertieft. So hat ihr von Kritik und Publikum gelobtes Erfolgsalbum „Chants, Hymns and Dances“ (mit Vassilis Tsabropoulos) das Studium von Gurdjieffs Musik in seinem armenischen Heimatland beeinflusst.

Fotos © Nadia F. Romanini