Tag der offenen Geigenbauwerkstatt

Vom Holzklotz zum Prachtinstrument

 

Caroline Henry öff­net im Rahmen des Celloherbstes am Hellweg ih­re Geigenbauwerkstatt in Unna

Alles be­ginnt mit ei­nem gro­ßen Holzklotz. Zwischen die­sem Stück Rohmaterial und ei­nem zar­ten Instrument wie der Geige lie­gen je­doch et­li­che Schritte und Stunden voll Arbeit.

 „Aus Liebe zum Klang!“ so lau­tet die Devise der Geigenbaumeisterin Caroline Henry. Seit 1989 baut, re­stau­riert und ver­fei­nert die Französin Streichinstrumente al­ler Art in Unna. Dabei legt sie ein be­son­de­res Augenmerk auf die Klangregelung der sen­si­blen Celli, Geigen und Bässe. Bevor sie nach Unna kam, lern­te sie ihr Handwerk im fran­zö­si­schen Mirecourt, der Wiege des Geigenbaus.

„Wir sind froh, dass wir sie in Unna ha­ben!“, sagt Felicitas Stephan, die künst­le­ri­sche Leiterin des Celloherbstes über Henry. Mehr als ein­mal konn­te dank des Einsatzes der Meisterin ein Konzert ge­ret­tet wer­den, das son­st we­gen ei­nes de­fek­ten Instrumentes oder ei­nes ge­ris­se­nen Bogens hät­te ab­ge­sagt wer­den müs­sen. Nicht um­son­st ist die Erfahrung und das Geschick Caroline Henrys in Deutschland ge­fragt.

Selbstverständlich wer­den in ih­rer Werkstatt auch ei­ge­ne Instrumente ge­fer­tigt. Gut drei Monate braucht es, bis ein Cello aus vier mas­si­ven Holzteilen ent­steht – vor­aus­ge­setzt man wid­met si­ch aus­schließ­li­ch die­ser Arbeit. Bereits re­pa­rier­te Instrumente schmü­cken die Wand der Diele und im Atelier wird der Besucher von ei­ner Vielfalt der Streichinstrumente emp­fan­gen. Ein Kontrabass, der auf Reparatur war­tet, Geigenhälse und Stege in al­len mög­li­chen Größen und Formen. Mitten auf dem Tisch die ver­schie­de­nen Stadien, die so ein Violinenkorpus durch­läuft, bis man ihm die fei­nen Töne ent­lo­cken kann.

Über den fas­zi­nie­ren­den Prozess des Instrumentenbaus kön­nen si­ch Musikliebhaber am 30. September 2012 von 15 bis 18 Uhr in der Burgstraße 22, beim Tag der of­fe­nen Werkstatt bei der Geigenbauerin Caroline Henry, in­for­mie­ren. Regelmäßig zum Celloherbst öff­net sie die Tür zu ih­rer Werkstatt und ge­währt Einblick in das schon sel­ten ge­wor­de­ne Kunsthandwerk des Instrumentenbaus. Außerdem war­tet auf die Besucher ei­ne Live-Demonstration der klang­vol­len Streichinstrumente. Einige Musiker der Region ha­ben ihr Kommen be­reits an­ge­sagt – ob Violine, Bratsche Cello oder Kontrabass, al­le Strichinstrumente wird man an li­ve hö­ren kön­nen.

 

Tag der of­fe­nen Geigenbauwerkstatt

Sonntag 30.9.2012 von 15-18 Uhr

Geigenbauerwerkstatt Caroline Henry

Burstr. 22, 59423 Unna

Tel: 02303-16074

Weitere Infos un­ter:

www.geigenbau-henry.de